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Die Wohnungsbesichtigung: die Checkliste gegen böse Überraschungen

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Von Espero AKPOLI

Veröffentlicht am 17. Februar 2026

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Die Wohnungsbesichtigung: die Checkliste gegen böse Überraschungen

# Die Wohnungsbesichtigung ohne böse Überraschungen

Eine Besichtigung dauert zwanzig Minuten. Sie bindet Sie oft für zwei bis neun Jahre, eine Kaution und eine Energierechnung, die Sie jeden Monat zahlen. Eine zweite Chance gibt es nicht: Ist der Vertrag unterschrieben und das Protokoll erstellt, wird das Übersehene zu Ihrem Problem. Das sollten Sie wirklich prüfen.

Vor der Besichtigung

  • Lesen Sie das Inserat erneut und notieren Sie: Miete, Nebenkosten (Pauschale oder Vorauszahlungen?), Energieklasse (Energieausweis / PEB / EPC), Fläche, Stockwerk, Verfügbarkeit. In Belgien ist der Energieausweis in jedem Mietinserat Pflicht: ein Inserat ohne Ausweis ist bereits ein schlechtes Zeichen.
  • Suchen Sie die Adresse auf der Karte: echte Entfernung zur Haltestelle, zum Bahnhof, zu Geschäften, zur Schule. Dann Satellitenansicht: Was liegt hinter dem Haus?
  • Prüfen Sie die Internetabdeckung an der Adresse bei den Anbietern. Fehlende Glasfaser merkt man sonst zu spät.
  • Bereiten Sie Ihre Bewerbermappe vor (siehe unten): gute Mappen werden noch am selben Tag ausgewählt.

Vor Ort: was teuer wird

1. Feuchtigkeit — Mangel Nummer eins

Der häufigste, teuerste und am schwersten zu behebende Mangel. Suchen Sie nach:

  • schwarzen Flecken oder Flaum in kalten Ecken, hinter Möbeln, über den Fenstern, an der Badezimmerdecke;
  • Salpeter (weißer, pulvriger Belag) oder Blasen in der Farbe im unteren Wandbereich, vor allem im Erdgeschoss und im Keller: aufsteigende Feuchtigkeit;
  • Modergeruch: Öffnen Sie einen geschlossenen Schrank, den Keller. Der Geruch lügt nicht;
  • einer einzelnen frisch gestrichenen Wand oder einem seltsam vor die Wand geschobenen Möbel: bitten Sie darum, es zu verrücken;
  • einem Luftentfeuchter in der Ecke: das beantwortet die Frage;
  • der Lüftung: Lüftungsgitter in den Fenstern, kontrollierte Wohnraumlüftung, nach außen führende Dunstabzugshaube? Gut gedämmt und nicht gelüftet bedeutet Schimmel.

Besichtigen Sie möglichst bei kaltem oder feuchtem Wetter: dann zeigen sich Wärmebrücken.

2. Der Energieausweis — was Sie monatlich zahlen

Der Ausweis nennt einen Verbrauch in kWh/m² pro Jahr und eine Klasse. Zwei ehrliche Hinweise:

  • Skalen und Berechnungsmethoden unterscheiden sich je nach Region. Ein wallonisches "C", ein Brüsseler "C" und ein flämisches "C" bedeuten nicht exakt dasselbe. Vergleichen Sie lieber den Wert in kWh/m²/Jahr.
  • Dieser Wert ist theoretische Primärenergie bei standardisierter Nutzung. Er bewertet das Gebäude; er sagt Ihre Rechnung nicht voraus.

Die Größenordnung spricht dennoch. Nehmen Sie den spezifischen Verbrauch, multiplizieren Sie mit der Fläche und dann mit dem kWh-Preis:

> 80 m² bei 350 kWh/m²/Jahr = 28.000 kWh/Jahr.

> 80 m² bei 100 kWh/m²/Jahr = 8.000 kWh/Jahr.

Ein Verhältnis von eins zu dreieinhalb. Auf der Heizkostenrechnung sind das mehrere Hundert Euro pro Jahr, mitunter über tausend. Der kWh-Preis schwankt stark: Nehmen Sie den aktuellen Tarif.

Die Frage, die mehr wert ist als jedes Zertifikat: "Darf ich die Energierechnungen der letzten zwei Jahre sehen?" Der reale Verbrauch ist der beste Indikator.

3. Die Fenster

  • Einfach- oder Doppelverglasung? Halten Sie eine kleine Flamme ans Glas: zwei Spiegelungen = einfach, vier = doppelt.
  • Beschlag zwischen den Scheiben = defekte Dichtung. Die Verglasung dämmt nicht mehr.
  • Öffnen und schließen Sie jedes Fenster: klemmt es? Ist die Dichtung platt? Ist der untere Rahmen weich (Fäulnis)?
  • Spüren Sie Zugluft, wenn Sie mit der Hand am Rahmen entlangfahren?

4. Heizung und Warmwasser

  • Welches System? Gas-Brennwert, Heizöl, elektrische (Nachtspeicher-)Heizung, Wärmepumpe, Zentralheizung des Gebäudes. Direkte Elektroheizung ist im Betrieb am teuersten: ein Verhandlungspunkt.
  • Wie alt ist der Kessel? Lesen Sie das Typenschild.
  • Verlangen Sie die letzte Wartungsbescheinigung mit Datum. Die Prüfung ist Pflicht, aber die Periodizität unterscheidet sich je nach Region (typischerweise jährlich bei Heizöl, alle zwei bis drei Jahre bei Gas). Eine fehlende oder fünf Jahre alte Bescheinigung sagt viel über die Objektpflege.
  • Öffnen Sie die Hähne. Wie lange bis das Warmwasser kommt? Testen Sie die Dusche, während ein anderer Hahn läuft: hält der Druck? In der WG killt ein kleiner Boiler die zweite Morgendusche.
  • Fassen Sie die Heizkörper an und suchen Sie Räume ohne.

5. Elektrik

  • Zählen Sie die Steckdosen je Raum (Altbauten haben drei).
  • Prüfen Sie den Sicherungskasten: moderne Automaten und FI-Schalter oder Porzellansicherungen? Letztere deuten auf eine sehr alte Anlage.
  • Fragen Sie, ob eine Prüfung der Elektroinstallation erfolgte und ob sie konform ist.
  • Jede Region stellt Sicherheits-, Hygiene- und Ausstattungsanforderungen an Mietwohnungen und hat einen Inspektionsdienst. Offensichtlich gefährlicher Wohnraum darf nicht vermietet werden — melden Sie ihn.

6. Zähler und Nebenkosten

  • Sind die Zähler (Wasser, Gas, Strom) individuell? Ein gemeinsamer Zähler bedeutet Verteilung nach Anteilen und endlose Diskussionen.
  • Sind die Nebenkosten eine Pauschale oder Vorauszahlungen mit Jahresabrechnung? Vorauszahlungen mit Abrechnung sind die gesündere Norm: Verlangen Sie die Abrechnungen der letzten zwei Jahre.
  • Was decken sie genau (Wasser, Zentralheizung, Gemeinschaftsflächen, Aufzug, Verwalter)?

7. Lärm, Licht, Nachbarschaft

  • Hören Sie dreißig Sekunden lang schweigend zu: Verkehr, Nachbarn, Aufzug, Lüftung des Ladens im Erdgeschoss.
  • Ausrichtung: Kompass des Handys. Ein reines Nordwohnzimmer sieht nie Sonne.
  • Kommen Sie ein zweites Mal, zu anderer Stunde (abends, samstags). Die nette Bar an der Ecke schließt um drei.
  • Sehen Sie sich die Briefkästen an: wie viele Einheiten, in welchem Zustand die Gemeinschaftsflächen, gibt es einen Verwalter?

Fragen an den Vermieter

1Warum ist der Vormieter ausgezogen, und wie lange blieb er?
2Ist es ein Neunjahres-, Kurzzeit- oder Studentenmietvertrag? Ab wann?
3Wird der Vertrag registriert? (Kostenlos und seine Pflicht; die Registrierung schützt Ihre Nutzung bei einem Verkauf.)
4Wird die Miete indexiert? Auf welcher Grundlage?
5Welche Mietkaution wird verlangt, und in welcher Form? Sie wird auf einem gesperrten Konto auf Ihren Namen gebildet — nie auf dem Privatkonto des Vermieters.
6Gibt es ein beidseitiges Einzugsprotokoll? (Bestehen Sie darauf: ohne Protokoll gilt die Vermutung, Sie hätten das Objekt in gutem Zustand erhalten.)
7Welche Arbeiten sind geplant? Was wird vor dem Einzug repariert — und steht es schriftlich fest?
8Tiere, Mitmieter, Anmeldung: Was sagt der Vertrag?

Was Sie mitbringen

Eine vollständige Mappe, die Sie dalassen können, macht oft den Unterschied:

  • Ausweis;
  • Einkommensnachweis (aktuelle Lohnabrechnungen, Arbeitgeberbescheinigung, Stipendienbescheinigung, Steuerbescheid für Selbständige);
  • Haushaltszusammensetzung;
  • Kontaktdaten und, falls vorhanden, eine Zahlungsbestätigung des vorherigen Vermieters.

Wissen Sie auch, was ein Vermieter nicht verlangen darf: Die Regionen begrenzen die Informationen, die von Bewerbern verlangt werden dürfen, und jemanden abzulehnen, weil sein Einkommen aus einer Sozialleistung stammt, ist Diskriminierung. Unser Artikel dazu erläutert die Grenzen.

Warnsignale für Betrug

  • Geld wird vor der Besichtigung verlangt ("Reservierungsgebühr"). Zahlen Sie nie für eine Besichtigung.
  • Der Vermieter ist unerreichbar, im Ausland, will die Schlüssel per Post schicken, kein Treffen.
  • Der Preis liegt deutlich unter Markt. Dafür gibt es immer einen Grund.
  • Übergabeprotokoll oder Registrierung werden verweigert.
  • Die Kaution soll auf ein Privatkonto, bar, per Sofortüberweisung, in Krypto oder Gutscheinkarten.
  • Druck: "drei Interessenten warten, Sie müssen heute Abend unterschreiben".
  • Die Fotos tauchen anderswo auf (Rückwärtssuche findet sie in einer anderen Stadt).
  • Die Identität des Vermieters passt nicht zum Eigentümer.

Bei Domilinko

Inserate werden moderiert, Vermieter durchlaufen vor der Veröffentlichung ein KYC; ohne Energieklasse kann ein Inserat nicht freigegeben werden. Die genaue Adresse ist nie öffentlich: Sie sehen Gemeinde, Postleitzahl und einen ungefähren Punkt; die vollständige Adresse erhalten Sie, sobald Ihre Bewerbung angenommen oder Ihre Buchung bestätigt ist. Ihre Bewerbermappe ist wiederverwendbar — Sie stellen sie nicht bei jeder Besichtigung neu zusammen. Und das beidseitige Übergabeprotokoll (Fotos, Zählerstände, Unterschriften) ist auf der Plattform datiert.

Domilinko zieht keine Miete eines Mietvertrags ein und verwahrt die Kaution nicht: Sie wird außerhalb der Plattform auf einem gesperrten Konto gebildet.

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Espero AKPOLI

Gründer · Spezialist für Vermietung zwischen Eigentümern und Mietern

Als Unternehmer arbeite ich daran, das Mieten in Belgien einfacher und fairer zu machen. Hier teile ich konkrete Leitfäden zu Bewerbermappe, Mietkaution, Energieausweis, Übergabeprotokoll und Mietvertrag — für Mieter wie für Eigentümer.

Häufig gestellte Fragen

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